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Realschulabschluss per Externenprüfung nachholen

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Die Externenprüfung - auch Nichtschülerprüfung genannt - ist eine schulische Abschlussprüfung, die ohne Besuch einer regulären Schule beim zuständigen staatlichen Schulamt abgelegt wird. Sie eignet sich für Personen mit Vorkenntnissen, die einen Hauptschulabschluss, Realschulabschluss, eine Fachhochschulreife oder das Abitur nachholen wollen, ohne sich an Stundenpläne einer Schule zu binden. Die Prüfungsgebühren liegen je nach Abschluss bei 50 bis 300 Euro - damit ist die Externenprüfung die preisgünstigste Variante des Zweiten Bildungswegs.

Die Anforderungen in der Externenprüfung entsprechen exakt denen der regulären Abschlussprüfung - gleiche Aufgabenstellungen, gleiche Bewertungsmaßstäbe. Schwieriger ist meist die Selbstvorbereitung, weil weder strukturierter Unterricht noch eine Lerngruppe vorhanden sind. Ein Vorbereitungskurs an einer VHS oder ein Fernkurs verbessert die Erfolgschancen deutlich.

Erwachsene Frau am Schreibtisch zu Hause arbeitet allein mit hohem Lehrbücher-Stapel und Notizen zur Vorbereitung auf die Externenprüfung

Was ist die Externenprüfung?

Die Externenprüfung ist eine formale Abschlussprüfung, die ein staatlich anerkanntes Schulabschluss-Zeugnis vermittelt - ohne dass der Prüfling zuvor eine Schule besucht haben muss. Die Durchführung obliegt den Kultusministerien der Bundesländer, weshalb sich Ablauf und Termine zwischen den Bundesländern unterscheiden können. Das Prinzip ist überall gleich: Nach erfolgreicher Anmeldung und nachgewiesener Vorbereitung wird die Prüfung an einer staatlichen Schule abgenommen.

Möglich ist die Externenprüfung für alle allgemeinbildenden Schulabschlüsse:

Wie läuft die Externenprüfung ab?

Der Ablauf ist in den meisten Bundesländern vergleichbar:

Die Prüfungsfächer sind die gleichen wie an den regulären Schulen des jeweiligen Abschlusses. Beim Abitur etwa schriftliche Prüfungen in vier Fächern, mündliche in einem weiteren - ähnlich wie bei der regulären Abiturprüfung.

Voraussetzungen für die Zulassung

Vorbereitung auf die Externenprüfung

Mehrere Wege führen zur sinnvollen Vorbereitung:

Welche Vorbereitungsform sinnvoll ist, hängt vom angestrebten Abschluss ab. Für die Externenprüfung zum Hauptschulabschluss reicht häufig ein VHS-Kurs oder Selbststudium. Für das Abitur ist ein Fernkurs oder ein intensiver Privatkurs in der Regel die realistischere Option.

Kosten und Dauer

AbschlussPrüfungsgebührVorbereitungsdauer
Hauptschulabschluss50-100 €6-12 Monate
Realschulabschluss / Sekundarabschluss I80-150 €6-18 Monate
Fachhochschulreife100-200 €12-24 Monate
Abitur200-300 €18-36 Monate

Die genannten Beträge sind reine Prüfungsgebühren - die Vorbereitungskosten kommen je nach gewähltem Weg hinzu. Eine vollständige Übersicht: Kosten.

Vor- und Nachteile der Externenprüfung

Vorteile:

Nachteile:

Für wen eignet sich die Externenprüfung?

Wer hingegen die externe Struktur einer Schule benötigt, ist mit einer Abendschule, einem Kolleg oder einem Fernkurs mit fester Modulplanung besser bedient.

Häufige Fragen

Welche Abschlüsse lassen sich per Externenprüfung erwerben?

Alle allgemeinbildenden Schulabschlüsse: Hauptschulabschluss, Realschulabschluss beziehungsweise Sekundarabschluss I, Fachhochschulreife und Abitur. Die Verfügbarkeit für die einzelnen Abschlüsse hängt vom Bundesland ab. Das zuständige Schulamt gibt Auskunft.

Was kostet die Externenprüfung?

Die reinen Prüfungsgebühren liegen bei 50 bis 100 Euro für den Hauptschulabschluss, 80 bis 150 Euro für den Realschulabschluss, 100 bis 200 Euro für die Fachhochschulreife und 200 bis 300 Euro für das Abitur. Hinzu kommen Vorbereitungskosten je nach gewähltem Weg.

Wie lange dauert die Vorbereitung?

Die Vorbereitungsdauer hängt vom Abschluss und den Vorkenntnissen ab. Für den Hauptschulabschluss sind 6 bis 12 Monate üblich, für den Realschulabschluss 6 bis 18 Monate, für die Fachhochschulreife 12 bis 24 Monate. Eine Abiturvorbereitung im Selbststudium erfordert 18 bis 36 Monate.

Ist die Externenprüfung schwerer als die reguläre Prüfung?

Die Anforderungen sind identisch - gleiche Aufgabenstellungen, gleiche Bewertungsmaßstäbe. Schwieriger ist meist die Selbstvorbereitung, weil weder strukturierter Unterricht noch eine Lerngruppe vorhanden sind. Ein begleitender Vorbereitungskurs verbessert die Erfolgschancen.

Wo melde ich mich für die Externenprüfung an?

Die Anmeldung erfolgt beim zuständigen staatlichen Schulamt - meist 6 bis 12 Monate vor dem Prüfungstermin. Welches Schulamt zuständig ist, hängt vom Wohnort ab. Die Schulberatung der Kommune gibt Auskunft über die jeweils zuständige Stelle.

Welche Unterlagen werden zur Anmeldung benötigt?

In der Regel ein Personalausweis, ein Lebenslauf, die letzten Schulzeugnisse, ein Nachweis der Vorbereitung (Kursbescheinigung oder Selbststudiums-Begründung) sowie der Anmeldeformular des Schulamts. Genaue Anforderungen variieren zwischen den Bundesländern - eine Anfrage beim Schulamt klärt die konkrete Liste.

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