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Realschulabschluss nachholen in Sachsen

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Sachsen ist mit rund 4 Millionen Einwohnern das bevölkerungsstärkste der neuen Bundesländer. Wer hier den Realschulabschluss nachholen möchte, hat in den größeren Städten eine Auswahl: Abendoberschulen, Volkshochschulen und Fernschulen führen alle zum Ziel.

Der Realschulabschluss heißt in Sachsen offiziell Realschulabschluss und wird an der Oberschule erworben - die typisch sächsische Schulform.

Wege zum Realschulabschluss in Sachsen

Schreibtisch mit Lernmaterialien zum Realschulabschluss-Nachholen in Sachsen

Für Erwachsene führt der Weg in Sachsen typisch über Abendoberschule, Fernschule oder Externenprüfung. Junge Quereinsteiger haben außerdem die Möglichkeit, an Oberschulen den Abschluss nachzuholen.

Besonderheit: Oberschule

Die sächsische Oberschule vereint Haupt- und Realschulbildungsgang unter einem Dach. Ab Klasse 7 erfolgt die Differenzierung in die beiden Bildungsgänge. Der Realschulabschluss kann am Ende der 10. Klasse erworben werden, der qualifizierende Hauptschulabschluss bereits nach der 9. Klasse.

Für Erwachsene ist die reguläre Oberschule kaum geeignet - der Unterricht ist auf jugendliche Schüler ausgelegt. Wer den Hauptschulabschluss bereits hat, kann unter Umständen direkt in die 10. Klasse einer Oberschule wechseln, sofern Alter und Leistungen passen.

Abendoberschule und Volkshochschule

In den drei großen sächsischen Städten - Dresden, Leipzig und Chemnitz - gibt es Abendoberschulen (das sächsische Pendant zur Abendrealschule). Der Unterricht findet abends statt, die Regeldauer beträgt zwei Jahre, der Besuch ist schulgeldfrei. Eingangsvoraussetzungen: Mindestalter 17, Hauptschulabschluss oder vergleichbare Vorbildung.

In kleineren Städten ohne Abendoberschule übernehmen Volkshochschulen die Vorbereitung in Kooperation mit dem Landesamt für die Prüfungsabnahme.

Fernschule als flexibler Weg

Für berufstätige Lerner in Sachsen ist das Fernstudium der pragmatischste Weg. Die anerkannten Fernschulen - SGD Darmstadt, ILS Hamburg, Fernakademie Klett - sind bundesweit zugelassen und schließen mit einer Externenprüfung in Sachsen ab. Die Lehrgangsdauer liegt bei 24 bis 30 Monaten. Die Kosten liegen zwischen 2.000 und 3.500 € - über BAföG oder Bildungsgutschein sind Zuschüsse möglich.

Externenprüfung über das Landesamt für Schule und Bildung

Die Externenprüfung wird in Sachsen zentral über das Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB) abgewickelt - mit Regionalstellen in Bautzen, Chemnitz, Dresden, Leipzig und Zwickau. Anmeldung mindestens ein halbes Jahr vor dem Prüfungstermin direkt bei der zuständigen Regionalstelle. Geprüft werden Deutsch, Mathematik, Englisch und ein weiteres Fach.

Städte und Gemeinden in Sachsen

Hier finden Sie alle sächsischen Städte, für die wir konkrete Anbieter und Schulen vor Ort aufbereitet haben: